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Bei wem treten Nebenwirkungen auf?

Published: 15 July 2010

Nebenwirkungen von Anti-HIV-Medikamenten können bei jedem und jeder auftreten. Ihre Art und Ihr Ausmaß können dabei von Person unterschiedlich sein.

Das heißt aber nicht, dass es bei Ihnen auf jeden Fall zu Nebenwirkungen kommt – viele Patientinnen und Patienten, die antiretrovirale Medikamente einnehmen, haben überhaupt keine Probleme mit Nebenwirkungen.

Bei anderen kommt es zu milden Nebenwirkungen, mit denen sie aber ohne größere Probleme oder Unannehmlichkeiten zurechtkommen.

Bei einigen Patient(inn)en treten Nebenwirkungen auf, die sich dann abschwächen oder völlig verschwinden.

Bei einer kleinen Zahl von Patient(inn)en kommt es aber zu dauerhaften Nebenwirkungen bestimmter HIV-Medikamente, welche die Lebensqualität beeinträchtigen und sogar zu körperlichen oder psychischen Problemen führen.

Das Risiko, dass es bei Ihnen zu Nebenwirkungen kommt, wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst.

Ein Faktor ist die genetische Ausstattung. So ist beispielsweise bekannt, dass bei Nordeuropäern der Anteil der Menschen mit dem Gen für die Abacavir-Hypersensitivität größer ist.

Auch das Geschlecht kann das Nebenwirkungsrisiko beeinflussen. Wie oben bereits angemerkt, sollten Frauen bei einer CD4-Zellzahl über 250 und Männer mit einer CD4-Zellzahl über 400 keine Therapie mit Nevirapin beginnen. Möglicherweise sind auch die Veränderungen beim Körperfett (Lipodystrophie), die bei einigen Patient(inn)en unter einer Behandlung mit den früher eingesetzten Medikamenten auftraten, bei Frauen ausgeprägter als bei Männern.

Ein weiterer Faktor, der Ihr Nebenwirkungsrisiko beeinflussen kann, ist Ihre Lebensweise. So können einige Anti-HIV-Medikamente die Blutfettwerte erhöhen, und wenn Sie viele fettreiche Speisen zu sich nehmen, erhöht dies die Risiken für Ihre Gesundheit. Auch nimmt man an, dass einige HIV-Medikamente das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen, was für Patient(inn)en, bei denen andere Risikofaktoren für solche Erkrankungen vorliegen, ein ernstes Problem darstellen kann.

Andere HIV-Medikamente können zu Leberproblemen führen – ebenso wie übermäßiger Alkoholkonsum oder der Konsum von Partydrogen. Auch bei gleichzeitiger Hepatitis-B- oder Hepatitis-C-Infektion kann das Risiko erhöht sein, dass bestimmte Anti-HIV-Medikamente zu Leberproblemen führen.

Man kann also etwas dafür tun, das Nebenwirkungsrisiko zu senken und seiner Gesundheit etwas Gutes zu tun. Dazu gehört zum Beispiel, sich ausgewogen zu ernähren (viel frisches Obst und Gemüse, nicht zu viel Fett), sich regelmäßig zu bewegen, nicht zu rauchen und nicht zu viel Alkohol zu trinken.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin oder einem anderen Mitglied Ihres Behandlungsteams, wenn Sie Fragen zur richtigen Ernährung haben, mit dem Rauchen aufhören wollen oder mit jemandem über Ihren Alkohol- oder Drogenkonsum reden möchten.

Sollten bei Ihnen weitere Risikofaktoren für Nebenwirkungen vorliegen (z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der Familie oder eine Hepatitis-B- oder Hepatitis-C-Infektion), ist es wichtig, dass Ihre Ärztin oder Ihr Arzt darüber informiert ist, damit sie oder er gemeinsam mit Ihnen die passenden Anti-HIV-Medikamente auswählen kann.

Community Consensus Statement on Access to HIV Treatment and its Use for Prevention

Together, we can make it happen

We can end HIV soon if people have equal access to HIV drugs as treatment and as PrEP, and have free choice over whether to take them.

Launched today, the Community Consensus Statement is a basic set of principles aimed at making sure that happens.

The Community Consensus Statement is a joint initiative of AVAC, EATG, MSMGF, GNP+, HIV i-Base, the International HIV/AIDS Alliance, ITPC and NAM/aidsmap
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