Back to contents

Allergische Reaktionen

Published: 15 July 2010

Am höchsten ist das Risiko einer allergischen Reaktion bei den drei Anti-HIV-Medikamenten Abacavir (Ziagen, auch in den Kombinationspräparaten Kivexa und Trizivir), Nevirapin (Viramune) und Etravirin (Intelence).

Abacavir-Hypersensitivität

Man nimmt an, dass etwa 8 % der Patient(inn)en, die Ihre Behandlung mit Abacavir beginnen, eine allergische Reaktion gegen diese Substanz entwickeln (man spricht hier auch von einer Abacavir-Hypersensitivitätsreaktion). Diese Reaktion steht mit einem Gen namens HLA-B*5701 in Verbindung. Bevor Sie eine Behandlung mit Abacavir beginnen, sollten Sie daher mit einem Gentest bestimmen lassen, ob dieses Gen bei Ihnen vorliegt.

Fällt dieser Test positiv aus, sollten Abacavir oder Kombinationspräparate, die Abacavir enthalten, nicht bei Ihnen eingesetzt werden. Fällt der Test negativ aus, können Sie eine Behandlung mit Abacavir beginnen, sollten aber unverzüglich Ihre behandelnde Ärztin oder Ihren behandelnden Arzt informieren, wenn bei Ihnen Symptome wie Fieber, Hautausschlag, Übelkeit, Erbrechen oder Bauchschmerzen auftreten, denn eine allergische Reaktion ist auch bei einem negativen Testergebnis möglich (wenngleich das Risiko gering ist). Wenn Sie Abacavir aufgrund einer allergischen Reaktion absetzen, dürfen Sie danach nie wieder Abacavir einnehmen – das wäre nicht nur gefährlich, sondern unter Umständen sogar lebensgefährlich.

Nevirapin-Lebertoxizität

Bei einer sehr kleinen Zahl von Patient(inn)en, die eine Behandlung mit Nevirapin beginnen, kommt es zu schweren Leberproblemen. Auch diese Reaktion scheint mit einem bestimmten Gen zusammenzuhängen. Um das Risiko einer allergischen Reaktion auf Nevirapin zu reduzieren, sollte das Medikament nicht bei Männern mit einer CD4-Zellzahl über 400 und nicht bei Frauen mit einer CD4-Zellzahl über 250 eingesetzt werden.

Auch andere Medikamente (darunter auch Anti-HIV-Medikamente) können in seltenenFällen zu allergischen Reaktionen führen. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, dass Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt baldmöglichst informieren, wenn bei Ihnen Hautausschlag oder Fieber auftritt oder Sie sich nach dem Start einer Behandlung mit einem neuen Medikament unwohl fühlen.

Etravirin-Hypersensitivität

Bei einer kleinen Zahl von Patient(inn)en, die mit dem NNRTI Etravirin (Intelence) behandelt wurden, ist es etwa drei bis sechs Wochen nach dem Beginn der Behandlung zu starken Hautausschlägen gekommen. In den schwersten Fällen kam es zu Reaktionen, bei denen die Haut Bläschen bildete und sich abschälte. Diese allergische Reaktion ist selten, aber sehr gravierend und potenziell lebensbedrohlich.

Eine solche schwere Hypersensitivitätsreaktion wird in der Regel von anderen Symptomen wie Fieber, extremer Müdigkeit, Bindehaut-entzündung des Auges, Schwellungen im Gesicht, Muskel- oder Gelenkschmerzen oder Zeichen für Leberprobleme begleitet (Gelbfärbung der Augen, dunkler Urin, Übelkeit, Erbrechen, Druckempfindlichkeit unterhalb der Rippen). Wenn derartige Symptome bei Ihnen auftreten, sollten Sie sich unverzüglich in medizinische Behandlung begeben.

Etravin kann in den ersten Wochen der Behandlung auch zu einem milden Hautausschlag führen – sollte das bei Ihnen der Fall sein, wenden Sie sich am besten an Ihren behandelnden Arzt oder Ihre Ärztin, damit Sie ärztlich untersucht werden können. Wird eine Hypersensitivitätsreaktion festgestellt, sollten Sie die Behandlung mit Etravirin unverzüglich stoppen und das Medikament nie wieder einnehmen.

Community Consensus Statement on Access to HIV Treatment and its Use for Prevention

Together, we can make it happen

We can end HIV soon if people have equal access to HIV drugs as treatment and as PrEP, and have free choice over whether to take them.

Launched today, the Community Consensus Statement is a basic set of principles aimed at making sure that happens.

The Community Consensus Statement is a joint initiative of AVAC, EATG, MSMGF, GNP+, HIV i-Base, the International HIV/AIDS Alliance, ITPC and NAM/aidsmap
close

This content was checked for accuracy at the time it was written. It may have been superseded by more recent developments. NAM recommends checking whether this is the most current information when making decisions that may affect your health.

NAM’s information is intended to support, rather than replace, consultation with a healthcare professional. Talk to your doctor or another member of your healthcare team for advice tailored to your situation.